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Was ist das Tourette-Syndrom?

Der Name geht auf das Jahr 1885 zurück, in dem diese Erkrankung von dem französischen Nervenarzt Dr. Georges Gilles de la Tourette zum ersten Mal beschrieben wurde. Das Tourette Syndrom (TS) ist eine neuropsychiatrische Erkrankung, deren besonderes Merkmal die Tics sind, von denen die Erkrankten betroffen sind.

Bei diesen Tics handelt es sich um unwillkürliche, schnelle, meistens plötzlich einschießende und mitunter sehr heftige Bewegungen, die immer wieder in gleicher Weise einzeln oder serienartig auftreten können.

Symptome

Es treten sowohl motorische Tics (Muskelzuckungen) wie vokale Tics (Lautäußerungen) auf, die bezüglich ihrer Häufigkeit, Art und Lokalisation variieren. Die Symptome können manchmal für Wochen oder Monate verschwinden, aber auch unvermutet wieder auftreten. Die Erkrankung beginnt meist im siebten oder achten, fast immer aber vor dem 21. Lebensjahr. Bei einigen Betroffenen verschwinden die Tics vollständig, andere müssen lernen, mit den Tics zu leben. Motorische Tics sind z. B. Augenblinzeln, Schulterrucken, Grimassieren, Körperverdrehungen. Vokale Tics können sich durch Räuspern, Fiepen, Zungeschnalzen, Ausstoßen obszöner Worte (Koprolalie), Wiederholung von Lauten, die gerade gehört wurden (Echolalie) oder die Ausführung obszöner Gesten (Kopropraxie) äußern.

Ursachen

Die Ursache der Erkrankung ist derzeit noch unklar. Forschungsergebnisse sprechen dafür, dass ein gestörter Stoffwechsel von chemischen Substanzen (Neurotransmittern) im Gehirn vorliegt.

Quelle: Gesundheit.de


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